Archiv für die Kategorie 'Kultur'

Aug 02 2014

José Ramón Morán – ein Mystiker auf dem Pilgerweg von Licht und Klang

Autor: . Abgelegt unter Kultur

Singe, brenne, lebe!

Es ist der 21. September 2012 in der alt-katholischen Kirche St. Maria Angelica in Hannover: Kerzen werden entzündet und spenden dem halbdunklen Kirchenraum von überall her ihr funkelndes Licht. Vorn, neben dem Altar, stimmt einer mit lauter und klarer Stimme den Lichthymnus an und zieht die Anwesenden sofort in seinen Bann. „Du Licht vom Lichte, in Liebe leuchtest du, Jesus Christus.“
Kerzenlicht
Der Mann vorn neben dem Altar heißt José Ramón Morán, von den meisten einfach José genannt, und er feiert hier aus Anlass der Langen Nacht der Kirchen mit den Alt-Katholiken und ihren Gästen das Lucernarium, die Lichtfeier. Seit Jahrzehnten beschäftigt sich José mit alt-kirchlicher Musik und Liturgie, und so hat er auch den Lichthymnus vor Jahren in einem französischen Kloster wieder entdeckt, wo er von dem Dominikaner-Mönch André Gouze neu vertont worden ist. Die Lichtfeier gehört zu den ältesten Abendgebetsformen überhaupt. Sie wurde in frühkirchlicher Zeit täglich beim Untergehen der Sonne gefeiert.
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Jul 01 2014

Der schnelle Euro im Internet mit Border Collies

Autor: . Abgelegt unter Kultur

Neuer Eintrag auf meinem Hundeblog

Border Collie - Portrait
Border Collies sind Arbeitshunde, seit über 200 Jahren spezialisiert auf das Hüten von Schafen. Border Collies sind daher nichts für Anfänger unter den Hundehaltern. Wer sich so einen Vierbeiner anschaffen will, braucht viel Fachwissen und eine Aufgabe für ihn. Gerät ein Border Collie in die falschen Hände, wird er zum Problem: für sich, für seinen Besitzer und für seine Umgebung. Und trotzdem gibt es immer wieder verantwortungslose Züchter, die mit diesen Hunden den schnellen Euro im Internet machen wollen.

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Nov 16 2011

“Ich möchte Weintrinker sein!” In Memoriam: Franz Josef Degenhardt

Autor: . Abgelegt unter Kultur


Zum Tod von Franz Josef Degenhardt – hier klicken!

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Apr 22 2011

Karfreitag

Autor: . Abgelegt unter Kultur

Der Gekreuzigte
Passion, Joh 18, 1 – 19, 42

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Mrz 16 2011

Fastenzeit für Weintrinker: Alles Käse mit der Askese?

Autor: . Abgelegt unter Kultur,Weinblättchen

Vor einer Woche, am 9. März, hat in den Kirchen katholischer Prägung – dazu gehören die römisch-katholische, anglikanische, alt-katholische, orthodoxe und einige orientalische Kirchen – die vorösterliche Buß- und Fastenzeit begonnen. Für viele, die das Fasten ernst nehmen, ist damit oft auch ein 40-tägiger Verzicht auf Wein verbunden. Und das fällt dem Weinliebhaber natürlich nicht leicht. Worum geht es bei dieser Fasterei eigentlich?

Fasten – Vorbereitung auf Taufe und Tauferneuerung

Im frühen Christentum war es üblich, dass Bekehrungswillige zum Osterfest ihre Taufe empfingen. Getauft wurden Erwachsene, eine Kindstaufe kannte man in der ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt noch nicht. Die 40 Tage vor Ostern standen im Zeichen der intensiven Vorbereitung auf dieses Ereignis und sollten insbesondere von Gebeten und Buße geprägt sein. Es galt, sein Leben neu zu justieren und auf den christlichen Glauben hin auszurichten. Diese Vorbereitungszeit wurde im Laufe der Zeit mehr und mehr zu einem Anliegen aller Gemeindemitglieder.
Altarraum in der alt-katholischen Kirche Hannover
Alt-katholische Kirche Hannover
Der Brauch einer vorösterlichen Fastenzeit als allgemeine Bußzeit lässt sich schließlich bis ins 4. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Dauer der Fasten-Periode geht dabei insbesondere auf das im Matthäusevangelium beschriebene 40-tägige Fasten Jesu in der Wüste zurück. Aber auch an anderen Bibelstellen hat die Zahl 40 für Phasen der Prüfung, Buße und des Verzichts eine besondere Bedeutung. So mussten die Israeliten etwa 40 Jahre durch die Wüste ziehen, bis sie das gelobte Land erreichten.

Vierzig Tage ohne

Die vorösterliche Buß- und Fastenzeit beginnt seit der Synode von Bevent im Jahr 1091 am Aschermittwoch und endet am Ostersamstag mit der Liturgie der Osternacht. Nach römisch-katholischer Kirchenordnung gilt eine strenge Pflicht zum Fasten zumindest am Aschermittwoch und am Karfreitag: Sie sieht insbesondere einen Verzicht auf Fleisch und Alkohol sowie die Beschränkung auf eine größere und eine kleine Tagesmahlzeit vor. Für die anderen Tage der Buß- und Fastenzeit wird ein freiwilliges Fasten, also ein Fleisch und Alkoholverzicht, häufigere Besuche der Messfeiern, der Empfang des Bußsakraments durch die Beichte, eine großzügigere Spendenbereitschaft, ein Verzicht auf große Partys und sonstige Vergnügungen, eine stärker ausgeprägte selbstlose Haltung und die zeitweilige Abkehr von schlechten Gewohnheiten – wie etwa dem übermäßigen TV-Konsum – empfohlen. Die Sonntage sind von den Fastenzeiten übrigens ausdrücklich ausgenommen, was das Ganze nicht nur den Weintrinkern unter den Katholiken etwas erleichtern dürfte.
Kornfeld
Fasten – Powernapping für Körper und Psyche
Der Sinn aller Fastenpraxis ist es, sich selbst und seine Fehler zu reflektieren, gegebenenfalls Mut zu schöpfen für Veränderung, der spirituellen Komponente des Lebens wieder ein größeres Gewicht zu verleihen sowie sich auf das wichtigste Fest der Christen, auf Ostern, und damit auf die Erneuerung des Taufversprechens in der Osterfeier vorzubereiten.

Die Fastenzeit in der evangelischen Kirche

In den protestantischen Kirchen bezeichnet man die knapp sieben Wochen von Aschermittwoch bis Ostern als Passionszeit. Auch Luther hatte nicht prinzipiell etwas gegen das Fasten, er lehnte allerdings die formalistische Festlegung auf bestimmte Zeiten und Speisen ab. Luther begriff das Fasten eher als ein individuelles Trainingsprogramm zur Selbstdisziplinierung: „Wenn nun jemand fände, dass auf Fische hin sich mehr Mutwillen regte in seinem Fleisch als auf Eier und Fleisch hin, so soll er Fleisch und nicht Eier essen.“ Die beiden anderen großen Reformatoren, Zwingli und Calvin, hielten wenig vom Fasten. Durch einen provokativen Verstoß gegen die damaligen Fastenvorschriften markierten sie ihren Bruch mit der römisch-katholischen Kirche. Am 9. März 1522, dem Inokavit, also dem ersten Sonntag der Fastenzeit, veranstalteten sie in Zürich ein demonstratives Wurstessen, das als Züricher Wurstessen in die Geschichte der Reformation eingegangen ist.

Verzicht als persönlicher Gewinn

Lange Zeit galt das Fasten für viele Katholiken als lästige Pflicht. Das hat sich in den zurückliegenden Jahren jedoch verändert. Heutzutage fastet man wohl mehrheitlich entweder aus Überzeugung oder man lässt es sein. Und inzwischen haben auch viele Protestanten und evangelische Kirchengemeinden die positive Wirkung des zeitweiligen Verzichts für sich neu entdeckt. Heutzutage ist mithin doch nicht mehr alles Käse mit der Askese. In unserer von Konkurrenzdruck, Zukunftsängsten und Stress geprägten Zeit suchen viele Menschen nach einem Sinn außerhalb der vermeintlich ökonomischen Sachzwänge und des Konsums und entdecken dabei auch das Fasten neu. „Einer Forsa-Umfrage von 2011 zufolge haben 40 Prozent der Bundesbürger schon einmal im Leben gefastet oder bewusst über längere Zeit auf Genussmittel verzichtet“, schreibt Focus-online. Wie der Verzicht während der Fastenzeit aussieht, entschieden viele Fastenwillige dabei ganz individuell: Es kann beispielsweise die Enthaltsamkeit in Sachen Fernsehgucken sein, eine Entsagung von Süßigkeiten oder das häufigere Abschalten des Computers. In Kirchengemeinden, ob katholische oder evangelische, treffen sich vielerorts Fastengruppen, in denen man sich über seine Erfahrungen austauscht und sich gegenseitig beim Durchhalten unterstützt. Hier bekommt das Fasten nicht zuletzt auch eine neue Qualität der christlich intendierten Selbsterfahrung.
Was den Wein angeht, ist eines dabei gewiss: Wer als Weintrinker schon einmal jene sieben Wochen auf den geschätzten Rebensaft verzichtet hat, weiß: Danach schmecken die ersten Gläser Wein zehnmal so gut wie ohne das Fasten!

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Mrz 07 2011

Mit den Wölfen heulen: Wolfsprojekt im Wisentgehege Springe

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(TAZ vom 30.09.2010) Wolf im Wisentgehege Springe
Für Matthias Vogelsang ist es nichts Ehrenrühriges, mit den Wölfen zu heulen. Im Gegenteil. Wenn er morgens bei seinem Rudel im Wisentgehege Springe eintrifft, begrüßt er die sechs Vierbeiner mit einem laut anschwellenden Wouhuu-Wouhuu. Aus sechs Wolfskehlen schallt ihm dann ein Echo entgegen. Vogelsang übersetzt: “Sie freuen sich, dass ich komme.” Der Mann beherrschst eine Sprache, die außer ihm wohl nur wenige verstehen, geschweige denn sprechen: Wölfisch.
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Okt 20 2010

Eier-Senf Creme an Lachs auf frischem Salat

Autor: . Abgelegt unter Kultur

Salate, Fisch und helle Soßen assoziieren wir landläufig mit den wärmeren, sonnigen Jahreszeiten; frisch und leicht sollen die Speisen im Frühling und Sommer sein. Dabei ist so eine richtig leckere Hollandaise, die wir uns im Mai und Juni gern zum Spargel schmecken lassen, alles andere als leicht. Trotzdem möchten viele auch an lauen Sommerabenden ihren Spargel nicht ohne essen. Also merke: Gerade dieses feine Sößchen schert sich wenig um saisonale Regeln sondern kann uns hervorragend durchs ganze Jahr begleiten.
Wir haben nun ein wenig damit herumexperimentiert und dabei einen leckeren Gaumenschmeichler zubereitet, der sich hervorragend zu Fisch eignet. Natürlich handelt es sich hier nicht um eine klassische Hollondaise! Lediglich das Prinzip ist das gleiche: Viel Gelbes vom Ei, viel Butter und dann rühren, rühren, rühren. Die Creme muss zwar heiß sein, darf aber auf keinen Fall anfangen zu kochen, dann ist sie hin. Wir empfehlen daher das Wasserbad: Wasser in einen großen Topf geben und erhitzen. Einen kleineren Topf in das Wasserbad hängen und darin die Eier-Senf Creme sutsche zubereiten.

Wildlachsfilets an Eier-Senf-Creme auf frischem Salat

Eier-Senf Creme
Fünf Eier aufschlagen,
das Eigelb mit 4 Esslöffel (El) Olivenöl
einem El. mittelscharfem Senf,
3 El. Wasser,
3 El. Zitronensaft,
1 El. Braunem Rohzucker verrühren.
Salz und Pfeffer hinzufügen.
150 Gramm Butter in einem Wasserbad erhitzen,
die angerührte Soße unter ständigem Rühren hinzugeben, bis eine sämige Creme entsteht. Das Ganze darf auf keinen Fall Kochtemperatur erreichen.

Wildlachsfilet
Vier Stücke Wildlachsfilet kurz in der Pfanne in etwas Butter anbraten, mit Salz und weißem Pfeffer würzen, herausnehmen und etwa 15 bis 20 Minuten bei 180 Grad im Bachofen ziehen lassen.

Salat
Ein Pfund Lollo Bionda Salat, – es kann alternativ auch ein anderer krausblättriger Salat sein – kleine schneiden,
eine Gemüsegurke schälen, in kleine Würfel zerteilen und hinzugeben,
eine rote würfeln und hinzugeben sowie ein bis zwei Schalotten würfeln und ebenfalls hinzugeben. Den Salat mit etwas Olivenöl und weißem Balsamessig anmachen, salzen und pfeffern und auf eine Salatplatte geben
Das Lachsfilet aus dem Ofen nehmen, auf dem Salat anrichten und alles mit fein gehackter Petersilie bestreuen.
Zusammen mit der Eier-Senf Cremé servieren.

Dazu warmes Weißbrot oder gebackene Kartoffelecken servieren.

Zum Trinken empfehlen wir dazu einen
2009 DOMAINE DE LA QUILLA Appellation Muscadet Sèvre-et-Maine sur lie Contrôlée.

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Mai 20 2010

Mystik und Müll

Autor: . Abgelegt unter Kultur

Ein süßlich modriger Geruch liegt in der Luft. Neben unverputzten zwei- bis vierstöckigen Häusern reihen sich armselige Baracken, zusammengezimmert aus alten Brettern und Wellblech, bedeckt mit Plastikplanen, Pappe und Strohmatten.

Müll in Kairo
In den schlammigen Straßen türmen sich Berge von Müll. Der Abfall ist allgegenwärtig. Hier, im Stadtteil Moytamadea der ägyptischen Metropole Kairo, leben mehrheitlich christliche Kopten. Sie sind die Müllsammler der Stadt.

Müllsammler
Kopten sind die Müllsammler in der ägyptischen Metropole Kairo

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Mrz 23 2010

(Der Beitrag zur Weinrallye Nr. 31 – Thema Faszination Wein) Ich möchte Weintrinker sein

Autor: . Abgelegt unter Kultur,Weinblättchen

Weinrallye Nr. 31 – Faszination Wein

Irgendwann Ende der Siebziger des letzten Jahrhunderts erstand ich bei „zweitausendeins“ eine Langspielplatte des Liedermachers Franz Josef Degenhardt. Die darauf zu hörenden Aufnahmen stammten aus einer Zeit, als Degenhardt gerade von seiner Radikalrevoluzzerphase Abschied genommen und sich wieder den etwas banaleren Dingen jenseits der Weltrevolution zugewandt hatte. Natürlich gab er sich immer noch links und äußerst systemkritisch, versteht sich, aber doch ein bisschen subtiler im Gebaren. Subtilität hin, Subtilität her, wer Degenhard kennt, weiß, dass alle seine Lieder irgendwie einen programmatischen Charakter haben. Und so natürlich auch jenes mit dem Titel „Ich möchte Weintrinker sein“, das auf dieser Platte zu hören war.
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Feb 19 2010

Benediktiner in der Großstadtwüste

Autor: . Abgelegt unter Kultur

(Asphalt Magazin, Januar 2010)
Im hannoverschen Stadtteil List betreiben Benediktiner ein kleines Kloster, die Cella Sankt Benedikt. Derzeit führen hier zwei Mönche ein modernes Großstadtleben nach alten benediktinischen Ordensregeln. Im Mittelpunkt stehen Arbeit und Gebet. Jetzt ist ein Ausbau der Kapelle geplant.
Hinter der Fassade des Gründerzeitgebäudes in der Vossstraße 36 vermutet wohl kaum jemand ein Gotteshaus. Das sich hier etwas Besonderes verbirgt, lässt allenfalls das aufwendig gestaltete Fenster neben der Eingangstür erahnen. Es ist ein Werk der Künstlerin Hella Santarossa, die etwas Ähnliches bereits für den Christuspavillon auf der Expo 2000 geschaffen hat.
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Sep 27 2009

Pepper Adams – Sie nannten ihn „The Knife“

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Am 10. diesen Monats jährte sich zum 23sten Mal der Todestag von Pepper Adams, einem der talentiertesten Baraitonsaxophonisten aus der Ära des sogeannnten Hardbops. Das Baritonsaxophon mit seinem warmen und celloähnlichen Klang hat in Big Bands traditionell eine tragende Funktion für die “rhythm section“. Pepper Adams gehört zu den wenigen Musikern, die sich erfolgreich als Solisten an dieses Instrument gewagt haben. “Wir nannten ihn das Messer” hat der Bandleader Mel Lewis einmal über ihn gesagt, “denn sein Ton schnitt regelrecht in uns hinein. Und wenn er mit dem Spielen fertig war, hatte er uns alle auf unsere wahre Größe zurecht gestutzt”.

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Mrz 25 2009

Mostar – Neuer Glanz nach dem Krieg

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(Die Tageszeitung vom 29.07.2006)

Der Schriftsteller Ivo Andric schwärmte einst vom goldglitzernden Licht in Mostar. Gut zehn Jahre nach dem Friedensschluss in Bosnien kommen wieder Touristen in die Stadt an der Neretva. Das Wahrzeichen, die alte Brücke aus dem 16. Jahrhundert, ist wieder aufgebaut worden, ebenso das Händlerviertel. Aber immer noch teilt eine unsichtbare Linie die Stadt.

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