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Achim Beinsen: Freier Journalist und Sozialarbeiter

Suppe und Tee

Hier und da gab es inzwischen schon Nachtfrost und mittlerweile ist wohl jedem klar, dass der Sommer sich verabschiedet hat. So toll war ja ohnehin nicht: im Juni viel zu heiß, im August und September viel zu nass. Nun ist die kalte Jahreszeit im Anmarsch. Aber nicht verzweifeln, die hat auch ihr Gutes. Zum Beispiel schmecken jetzt die heißen Suppen mit kräftiger Bouillon ganz besonders lecker. Zur Einstimmung auf Herbst und Winter empfehlen wir daher eine nordafrikanische Suppe mit Koriander und Hühnchenfleisch. Etwas Ähnliches wird in den kalten Gefilden des Atlasgebirges in Marokko gern zum Aufwärmen verspeist.

Suppe mit Hünchenfleisch und Koriander

Etwa 300 Gramm Hühnchenfleisch (Hühnerbrustfilet) in kleine Streifen schneiden und mit 300 Gramm Kichererbsen kochen. Eine kleine Sellerieknolle in kleine Würfel schneiden, eine rote Paprika würfeln, eine Mangold klein schneiden und alles zusammen in den Topf mit dem Hühnerfleisch und den Kichererbsen geben. (Alternativ kann man auch fertig gekochte Kichererbsen aus der Dose verwenden. Die werden dann jedoch erst mit den Spaghetti in die Suppe gegeben.) Etwa 600 Milliliter Hühnerfond angießen. Ungefähr 10 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. 300 Gramm Spaghetti in kurze Stückchen brechen und in den Topf geben. Einen Bund Koriander hinzufügen. Alles mit süßem Paprika und Rosenpaprika würzen. Mit Salz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle abschmecken. 4 Esslöffel Zitronensaft mit 4 Esslöffel Tomatenmark und einem Teelöffel Harissa verrühren und in die Suppe geben. Weitere 15 Minuten köcheln und dann sämig einkochen lassen und mit Weißbrot servieren. Schmeckt!

Und zum Trinken: Tee

Dazu kann man jetzt natürlich einen kräftigen, erdigen Weißwein, etwa einen guten Riesling, trinken. Die Marokkaner allerdings greifen wohl eher zum Pfefferminztee. Wer in Nordafrika einmal einen Tee aus frischen Minzblättern getrunken hat, wird berauscht gewesen sein von diesem würzigen, intensiven, machtvollem Geschmack, dessen Geruch allein ein sinnliches Erlebnis ist. Derartiges findet man hier in Mitteleuropa kaum. Deswegen empfehlen wir unsere eigene Rezeptur: Wir besorgen uns getrocknete Minzblätter aus dem Kräuterladen. Im Teeladen um die Ecke erwerben wir einen guten und kräftigen Assam. Auf eine Kanne Tee mischen wir nun einen Teelöffel getrockneter Pfefferminzblätter und drei Teelöffel des Assams. Das Ganze lassen wir knapp drei Minuten ziehen. Alternativ kann man auch einen Ast frischer Minze verwenden. Finger weg von dem Pfefferminztee in Beuteln. Heißer Tee zu heißer Suppe, für uns vielleicht eine ungewöhnliche Variation. Aber in diesem Fall passt es. Salut!
Updated: 12. Oktober 2010 — 23:20

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