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Achim Beinsen: Freier Journalist und Sozialarbeiter

Italienischer Mokka – richtig zubereitet

Mittlerweile brodelt, gluckert und zischt in vielen deutschen Küchen eine italienische Espresso-Maschine. Für ein brauchbares Gerät muss man allerdings einige Hunderter investieren. Mit einer guten Espresso-Maschine einen guten italienschen Kaffee zu machen, das kriegt fast jeder hin. Anders sieht es mit den preisgünstigen Alternativen aus, jenen dreiteiligen Aluminium-Kannen, in denen man den Kaffee auf dem Herd zubereitet. Was diese Kannen ausspucken, nennt man in Italien nicht etwa Espresso, wie manche fälschlicherweise annehmen, sondern schlicht Caffé, das ist der Mocca italienischer Provenienz. caffe.jpg Hiermit wirklich guten Caffé zu zaubern ist eine Kunst. Viele sind daran gescheitert und haben immer wieder eine bittere, etwas muffig oder verbrannt riechende Plörre auf den Tisch gebracht. So etwas einem geschmacklich sensiblen Menschen zu servieren, grenzt an Körperverletzung, Italiener könnten einem dabei wohlmöglich die Freundschaft kündigen. Hält man sich allerdings an bestimmte Regeln und hat zudem noch etwas Finderspitzengefühl, lässt sich mit so einer italienschen Kanne ein wunderbarer Mokka zubereiten, hinter dem sich so mancher schlecht gebrühte Espresso verstecken kann. Hier die wichtigsten Regeln:
1. Wählen Sie eine qualitativ hochwertige Marke nach Ihrem Geschmack und bewahren Sie den Caffè in einem gut verschließbaren Glas- oder Keramikgefäß auf. 2. Verwenden Sie möglichst frisches Wasser mit einem geringen Kalkgehalt, das auf jeden Fall kalt sein muß. Kürzen Sie die Zubereitungsdauer nicht ab, indem Sie bereits erhitztes Wasser verwenden! 3. Füllen Sie das Wassergefäß vollständig mit Wasser. Achtung: Der Wasserstand darf niemals das Ventil des Wassergefässes überschreiten, sonst erhält man einen geschmacklosen "verlängerten Caffè". 4. Füllen Sie den Filter großzügig mit Caffè und pressen Sie das Pulver nicht zusammen (manche Italiener machen drei kleine Löcher in das Pulver, um den Geschmack zu verbessern). Die Menge des Caffè wird bereits vom Fassungsvermögen des Filters vorgegeben. Bereiten Sie immer die Menge für die auf der Mokkakanne angegebene maximale Tassenzahl zu. Auch wenn Sie weniger Tassen benötigen, müssen Wassergefäß und Filter immer vollständig gefüllt sein. 5. Stellen Sie die Mokkakanne auf die Herdplatte (Elektroherd: ca. Stufe 2). Die Herdplatte darf nicht zu heiß sein, weil das Wasser langsam aufsteigen muß. Der Caffè muß solange auf der Herdplatte bleiben, bis er durch den Filter in den Kannenaufsatz aufsteigt. Man hört es an einem blubbernden Geräusch. 6. Öffnen Sie den Deckel der Mokkakanne, sobald der Caffè aufzusteigen beginnt. So gelangt das Kondenswasser nicht in den Caffè. 7. Nehmen Sie die Mokkakanne einige Sekunden vor dem Aufsteigen des gesamten Wassers von der Herdplatte (es ist nicht schlimm, wenn dabei ein wenig Wasser im Wasserbehälter zurück bleibt). Achtung: Der Caffè darf auf keinen Fall beginnen zu kochen! 8. Trinken Sie den Caffè heiß und geben Sie Zucker nach Geschmack hinzu. 9. Reinigen Sie die Mokkakanne anschließend gut mit heißem oder kochendem Wasser, aber nicht mit Spülmittel.
Diese Informationen sind aus der Website Der italienische caffè Die Geheimnisse der Kaffee-Zubereitung mit der Mokkakanne zitiert (URL: http://www.portanapoli.com/Neapel/Kueche_Neapel/ku_kaffee_mokka.html).
Updated: 24. Februar 2011 — 14:24

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