Monatsarchiv für März 2011

Mrz 25 2011

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Hundeauslaufflächen – Freilaufflächen für Hunde in Hannover

Abgelegt unter Aktuelles

Die hannoverschen Hundefans und erst recht ihre Vierbeiner haben es schwer! Fast im gesamten Stadtgebiet gilt Leinenpflicht. Rechtsanwältin Ines-Maria Pfeiffer macht sich für die Rechte und Belange von Hundehaltern und für den hannoverschen Tierschutzverein stark und hat zum Thema Leinenzwang eine sehr informative Broschüre verfasst. Sie ist der Ansicht, dass die Situation in Hannover faktisch einem generellen Freilauf-Verbot gleichkommt: „Denn in allen Grünanlagen, wo Hunde einmal ihrem Freiheitsdrang nachkommen könnten, ist dies nicht erlaubt. Die ausgewiesenen Flecken, die sich so schön „Hundefreilaufflächen“ nennen, sind ganz rar gesät und von nur geringem Ausmaß und Wert. Mathematisch gesehen beträgt die Gesamtfläche der Hundeauslaufflächen im Gebiet Hannovers gerade einmal 0,1 Prozent des Stadtgebietes.“
Hier klicken (pdf): Freilaufflächen in Hannover. Leinenzwang für Hunde: Mit dem Tierschutzgesetz vereinbar?

Hundeauslaufflächen in Hannover

Konkrete Informationen über die Hundeauslaufflächen in Hannover finden Sie hier!
Weitere Informationen bietet die Website hannover.de (hier klicken) sowie das
Hundeinfoportal Hannover (hier klicken).
Letztlich bleibt uns nur ein Seufzer: Arme Hunde!
Chihuahua läuft frei

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Mrz 24 2011

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Neu in Niedersachsen: Die Hotline zur Wolfsberatung

Niedersachsen tut etwas für seine potenziellen Immigranten, auch wenn es sich dabei um vierbeinige handelt. In Not geratenen Wölfen steht ab sofort eine Telefon-Hotline zur Verfügung, die in der Tierärztlichen Hochschule Hannover angesiedelt ist. Dort kann sich Meister Isegrim mit seinen Sorgen und Nöten vertrauensvoll an Biologin Britta Habbe wenden, die ihm zukünftig in allen Belangen zur Seite stehen wird.
Jetzt im Ernst: Seit Februar diesen Jahres ist Habbe bei der Niedersächsischen Landesjägerschaft beschäftigt. Sie soll die Rückkehr der Wölfe einerseits wissenschaftlich begleiten und andererseits Akzeptanz für ihre Wiederansiedlung in Niedersachsen schaffen. Ihr Büro hat sie am Institut für Wildtierforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Dort sei sie erreichbar, falls irgendwo ein Wolf auftauche und Menschen Hilfen für den richtigen Umgang mit ihnen benötigten, schreibt die HAZ in ihrer heutigen Ausgabe. Denn eines sei gewiss, sagt Jägerpräsident Helmut Dammann-Tamke, die Wölfe würden sich auch hier wieder ansiedeln, das sei nur noch eine Frage der Zeit. Im benachbarten Sachsen-Anhalt gäbe es bereits einige von ihnen, deren Nachwuchs bald nach einem eigenen Revier in Niedersachsen Ausschau halten könnte. Hoffen wir also für die Wölfe, das sie von der freundlichen Britta Habbe und nicht von einem schießwütigen Grünrock mit blauen Bohnen empfangen werden, wie etwa bereits in Sachsen geschehen. Denn nicht allen sind die Wölfe willkommen. Sollte sich in absehbarer Zeit wirklich einer in Niedersachsen blicken lassen, wird auf Britta Habbe einiges an Arbeit zukommen.

Die Wolfs-Hotline: 0511 856-7568

Empfehlung zu diesem Thema:

Dokumentation über Wölfe in Deutschland

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Mrz 16 2011

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Mensch? Riecht gut!

Abgelegt unter Mensch und Hund

„Hey, die sind ja genauso drauf wie wir und außerdem riechen sie auch noch ganz gut!“ Das befanden vor Tausenden von Jahren einige Wölfe, die sich näher an die Menschen gewagt hatten. Daraufhin beschlossen sie, sich fortan mit den Menschen zu beiderlei Vorteil zusammen zu schließen. Was sie noch nicht wissen konnten: Bald schon würden sie ihr wildes Wolfsdasein zugunsten des dauerhaften Zusammenlenbens mit den Menschen aufgeben.
So in etwa erklärt Karl Hermann Finger, Autor eines Buches über Hütehunde, die Domestizierung des Wolfes und dessen Verwandlung in den Hund. Finger schreibt:

Da die sozialen Strukturen und Verhaltensweisen im Wolfsrudel denen in primitiven Menschengruppen sehr ähnlich sind und vom Geruch her keine Antipathien entstehen, war eine Annäherung beider begünstigt. Aufzucht erbeuteter oder verwaister Welpen an der Brust ihrer Betreuerinnen, war ein möglicher Weg zur Vertiefung der Beziehungen. Derart gezähmte Wildlinge haben als Beschützer von Wohnhöhlen und Lagerplätzen Übergänge zur Domestikation gefördert.

Karl Hermann Finger (1996): Hirten und Hütehunde. Verlag Eugen Ulmer. Stuttgart. S. 13

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Mrz 14 2011

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Die hundefeindliche Gesellschaft

Abgelegt unter Mensch und Hund

Mit dem Hund hat sich der Mensch etwas Wölfisches und damit ein Stück der vermeintlich von sich abgespaltenen Natur in die Gesellschaft zurück geholt.
Das muss dem modernen Menschen im Kapitalismus, dem bürgerlichen Subjekt, das nur das akzeptiert, was es begreifen, erfassen, vermessen und verwerten kann, immer ein wenig suspekt bleiben. Und so bleibt ihm der Hund suspekt, wie auch die von sich abgespaltene Natur. Letztlich aber wissen die Menschen, dass sie ohne die Hunde nicht klar kommen würden. Es ist der Hund, der diese Ambivalenz auszubaden hat.

Australian Shepherd (Hütehund)
Neulich war ich mit meinem Hund in einem zweigeschossigen Einkaufszentrum unterwegs. Um von der oberen Etage wieder in die untere zu gelangen, nahm ich die Treppe: Mein Aussie und ich hatten dabei leichte Schwierigkeiten, unser Tempo zu synchronisieren. Für die letzten zehn Stufen ließ ich also die Leine los und meinen vierbeinigen Freund ausnahmeweise vorausflitzen, um ihn, als er unten ankam, gleich ins Sitz zu rufen. Da hockte er also brav neben der Treppe und wartete auf mich.

Jeder Hundetrainer hätte an ihm seine reine Freude gehabt, etliche vorübereilende Passanten hatten sie augenscheinlich auch und betrachteten die Szene mit wohlwollendem Lächeln.
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