Jan 23 2015

Tahmineh aus dem Iran braucht medizinische Hilfe

Autor: . Abgelegt unter Über Flucht und Asyl

Im Namen der Ehre: Vater verätzt seiner Tochter das Gesicht und verletzt sie lebensgefährlich

Tahmineh Yousefi Tahmineh Yousefis Gesicht ist durch einen Säureangriff entstellt. Der eigene Vater hat ihr im Sommer 2013 die ätzende Flüssigkeit ins Gesicht gekippt und sie anschließend stranguliert. Er und ihre Brüder, die dem Vater bei der Attacke unterstützt helfen, sehen die Familienehre verletzt, weil Tahmineh sich von ihrem drogenabhängigen Ehemann getrennt hat.

Der Mordversuch misslingt, die junge Frau kann mit ihrer Schwester nach Deutschland fliehen. Tahmineh leidet unter den schweren Verletzungen, die weiter behandelt werden müssen. Sie hofft, dass die schlimmsten Folgen des Säureangriffs in Deutschland korrigiert werden können. Professor Peter Vogt von der MHH-Klinik für Plastische Chirurgie hält die Verbesserung von Tahminehs Situation durch eine langjährige Behandlung für möglich. Derzeit ist jedoch das Asylverfahren der beiden iranischen Frauen noch nicht abgeschlossen – und das kann nach Auffassung ihrer Anwältin auch noch dauern. Medizinische Behandlung von Asylbewerbern und Asylbewerberinnen werden über das Asylbewerber-Leistungsgesetz abgewickelt. Zuständig sind die Kommunen. Übernommen werden allerdings nur unbedingt notwendige und überlebenswichtige medizinische Maßnahmen. Und was unbedingt notwendig ist interpretieren die Ämter oft nach eigenen Prämissen. Gesichtsoperationen zur Beseitigung der sichtbar entstellenden Verletzungsfolgen gehören wahrscheinlich nicht dazu.

Tamineh benötigt Spenden für die Gesichtsbehandlung

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen setzt sich dafür ein, dass Tamineh eine angemessene medizinische Versorgung erhält, um ihr Gesicht wieder herzustellen – auch über die ihr gesetzlich zustehenden medizinischen Leistungen hinaus. Tamineh benötigt zum Beispiel Medikamente, die ihr von Amts wegen nicht bezahlt werden. Beide Schwestern befinden sich in psychotherapeutischer Behandlung.
Kai Weber und Lothar Flachsbart vom Flüchtlingsrat Niedersachsen bitten um Spenden – unter Angabe des Stichworts “Tamineh/Shahin – auf das folgende Konto:

Konto 4030 460 700 – GLS Gemeinschaftsbank eG – BLZ 430 609 67
Zweck: Tamineh/Shahin
IBAN: DE28 4306 0967 4030 4607 00 / BIC: GENODEM1GLS

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

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